Kaffee, Klima, Krise – Besuch aus Honduras an der Loburg

11.10.2026
Besuch aus Honduras (1)
Besuch aus Honduras (1)

Wie wirkt sich die Klimakrise auf das Leben von Menschen in Honduras aus? Welche Folgen hat sie für den Kaffeeanbau, für die Zukunft junger Menschen und für Migrationsentscheidungen?

Die Kaffeeproduzentinnen Benigna Ramos und Yenis Gómez sowie die Menschenrechts- und Klimaaktivistin Adelina Vásquez berichteten an der Loburg anschaulich aus erster Hand über die Auswirkungen der Klimakrise auf ihre Gemeinden, ihre Arbeit im Kaffeesektor und die Perspektiven junger Menschen in ländlichen Regionen. Die SchülerInnen der EF und Q1 erfuhren zum Beispiel von einer zunehmenden Häufung von Hurrikans, von ausbleibenden Regenzeiten gefolgt von Starkniederschlägen mit Hagel, wodurch die Lebensgrundlage der Menschen auf Honduras vernichtet wird. Der steigende Meeresspiegel und zunehmende Flutwellen zerstören die Häuser, die Menschen wandern ab. Insbesondere die Jüngeren versuchen ihr Glück woanders zu finden, zum Beispiel in den USA und nehmen einen lebensgefährlichen Weg auf sich. Familien werden zerrissen.

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Auch die Landwirtschaft bringt immer weniger Erträge, im Kaffeeanbau vernichten Schädlinge die Ernte. Hinzu kommen EU-Richtlinien, die die lebensnotwendige Vermarktung des Kaffees nach Europa für Kleinbauern erschweren.

Das Schicksal der Frauen aus Honduras bewegte die LoburgerInnen, sie wollten hören, wie sie denn jetzt helfen könnten. Die Antwort war ermutigend: „Seid Multiplikatoren!“  „Setzt Euch für Klimaschutz ein und handelt nachhaltig!“

Leider war der persönliche Austausch sehr kurz, aber umso beeindruckender. Wir wünschen den Frauen aus Honduras eine weiterhin erfolgreiche Reise durch Deutschland bis nach Berlin, wo sie ihr Anliegen auf politischer Ebene vortragen werden.

Danke an Anne Sträßer von der Romero Initiative (CIR) und Stefanie Neumann von Vamos e.V. aus Münster, dass sie die Loburg als Station auf ihrer Reise mit den Gästen aus Honduras besucht haben.

Beate Schöne